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Aesthetics, Morality and Politics
Ist Mozarts "Zauberflöte" rassistisch und frauenfeindlich?

Course CVL0001007 in WS 2020/1

General Data

Course Type seminar
Semester Weekly Hours 1.5 SWS
Organisational Unit Carl von Linde-Akademie (ehem.)
Lecturers Felix Mayer
Jörg-Wilhelm Wernecke
Dates 5 singular or moved dates

Assignment to Modules

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additional remarks Mozarts Zauberflöte ist zwar bis auf den heutigen Tag sein wohl populärstes und meistgespieltes Bühnenwerk. Es ist aber auch sein kompliziertes und am schwersten verständliches. Es ist vielleicht sogar die komplizierteste und die am umfassendsten missverstandene Oper des gesamten Opernrepertoires. Eine besondere Herausforderung heute sind Sätze wie: "Ein Weib tut wenig, plaudert viel, du Jüngling glaubst dem Zungenspiel?" oder Sarastros Hinweis an Pamina: "... ein Mann muss eure Herzen leiten, denn ohne ihn pflegt jedes Weib aus ihrem Wirkungskreis zu schreiten". Wie ist das Verhältnis der Priester und Sarastros zur Königin der Nacht und den drei Damen? Was soll das bedeuten? War Mozart ein Frauenfeind? Und welche Rolle spielt Monostatos? Ist er nur ein "böser Mohr"? Wie geht man heute am Theater mit "Blackfacing" um? Aber mit welcher Absicht haben Mozart und Schikaneder "Die Zauberflöte" im Jahr 1791 auf die Bühne gebracht? Oder grundsätzlicher gefragt: Was muss man eigentlich "wissen", um ein Kunstwerk einer entfernten Vergangenheit zu beurteilen? In diesem Seminar steht Mozarts "Zauberflöte" im Mittelpunkt des Nachdenkens. Für die Diskussionen über Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus in Beziehung zu unseren heutigen tagesaktuellen Debatten werden aber auch andere Werke der Kunst herangezogen. Es ist geplant, auch externe Gäste zu besonderen Themenschwerpunkten einzuladen.
Links E-Learning course (e. g. Moodle)
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