Vielfalt im Physik-Department

Das Physik‐Department und die Hochschulleitung der TUM haben eine Diversity-Zielvereinbarungen unterschrieben. Sie ist insgesamt in drei Diversitätsdimensionen geliedert.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten am Physik-Department Hand in HandWissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten am Physik-Department Hand in Hand. Bild: TUM.

Zusammenfassung der Zielvereinbarung

Die Zielvereinbarung adressiert in ihrer inhärent konkreten Natur Maßnahmen bzw. deren Durchführung als Ziel und konkretisiert in der Präambel Prozesse bzw. Rahmenbedingungen.

Dimension 1: Gleichstellung von Frauen und Männern

Der Anteil weiblicher Physikstudenten an der TUM ist unterdurchschnittlich. Die Aufnahme des BSc. bzw MSc. Studiengangs sind Zeitpunkte, an welchen den zukünftigen Physikstudentinnen ein Anreiz geboten werden könnte an der TUM zu studieren.

Maßnahme 1:
Für Studentinnen soll ein Pool von Studentische/Wissenschaftliche Hilfskraftstellen angeboten werden. Umfang/Dauer und weitere Details werden im Einzelfall abgestimmt. Bei steigendem Frauenanteil im MSc.‐Studiengang, steigt wahrscheinlich auch der Anteil der Promotionen entsprechend, allerdings mit zeitlicher Verzögerung. Die Finanzmittel werden vom Physik‐Department bereitgestellt.
Maßnahme 2:
Mit dem neuen Tenure‐Track‐Karriereweg der TUM soll der Zugang für hochqualifizierte junge Kandidatinen zum Assistant Professor (W2) mit Aussichten auf eine dauerhafte Professur (Associate Professor, W3) bei entsprechender Leistung ermöglicht werden. Es ist meist nötig, aussichtsreiche Postdoktorandinnen pragmatisch "mit einer eigenen Stelle" zu unterstützen oder auch eine Übergangsfinanzierung anzubieten, um Promotionsprojekte zu ermöglichen oder abzuschließen. So wurde z.B. eine hierdurch geförderte Postdoktorandin (allerdings nicht an die TUM) berufen, was jedoch als Erfolg der Maßnahme an sich zu werten ist.
Maßnahme 3:
Rollenmodelle spielen eine wichtige Rolle für die Wahl der Studienrichtung. Darum werden jährliche Veranstaltungen angeboten:
  • Tag der Physikerin
  • Schnupperstudium für Schülerinnen
  • Agentur Mädchen in Wissenschaft und Technik
  • Schülerinnenkurse im Deutschen Museum (neu)
Hierzu werden aus den Ressourcen des Physik‐Departments u.a. Finanzmittel für Studentische/Wissenschaftliche Hilfskräfte usw. nach jährlichem Aufwand bereitgestellt.

Mehr zu den Maßnahmen unter Gleichstellung.

Dimension 2: Förderung familienfreundlicher Studien‐ und Arbeitsbedingungen

Maßnahme 4:
Eltern‐Kind‐Büros, die es Personen mit Kindern erlauben, den üblichen "Bürotätigkeiten" nachzugehen, sollen mittelfristig bei der Sanierung des Physik‐Departments integriert werden, da sie gut angenommen werden.
Maßnahme 5:
Die Option vorzeitiger Mutterschutzersatzkräfte soll kommuniziert und angeboten werden, da es eine Vielzahl von Experimenten gibt, die bei Schwangerschaft nicht mehr ausgeführt werden können.
Maßnahme 6:
Antrag auf Reduzierung des Lehrdeputats der Frauenbeauftragten um 2 Semesterwochenstunden, aufgrund der vielfältigen Aufgaben.
Maßnahme 7:
Der Fakultätsfrauenbeauftragten wird ein Budget zur Verfügung gestellt. Dieses Budget kann nach Aufwand und Rücksprache mit der Dekanin/dem Dekan erhöht werden.
Maßnahme 8:
Finanzierung einer Studentischen/Wissenschaftlichen Hilfskraft zur Unterstützung der Fakultätsfrauenbeauftragten.

Dimension 3: Internationalisierung

Maßnahme 9:
Weitere abgestimmte MSc.‐Austauschprogramme bis 2014.
Maßnahme 10:
In einem "direct track" zur Promotion können die in der MSc.‐Thesis gewonnenen Erkenntnisse in ein abgestimmtes Promotionsverfahren fließen und die MSc.‐Thesis kann faktisch als "pre‐Thesis" eingebracht werden. Sollte die Person dem nicht gewachsen sein, endet diese Option mit einem MSc., ggf. mit der Option einer "unabgestimmten" Promotion, die dann allerdings absehbar mehr Zeit in Anspruch nehmen wird.
Maßnahme 11:
Das Fakultätsgraduiertenzentrum (FGZ) soll eine Verzahnung von MSc.‐Studium und Promotion vorbereiten. Die "direct track"‐Option ist ein internationales (Elite)Programm des FGZ, das mit Modulen untermauert und qua Zertifikat belegt werden soll. Dies ist ein symbiotischer Ansatz, den deutschen Bildungsweg im internationalen Kontext einzubetten und konkurrenzfähig darzustellen. Es entspricht in der Sache den internationalen, insbesondere anglistischen Gepflogenheiten.
Maßnahme 12:
Es soll ein Pool zur Vergabe von Arbeitsverträgen für Studentische und Wissenschaftliche Hilfskräfte aus den Ressourcen des FGZ eingerichtet werden. In Anlehnung an ein Stipendium sollen diese insbesondere an exzellente internationale Studentinnen vergeben werden.

Zielvereinbarung des Physik-Departments zur Diversity (PDF-Datei).