Doppelstudium Mathematik und Physik?

Viele Studienbewerber(innen) schwanken zwischen einem Physik- und einem Mathematikstudium. An Stelle eines Doppelstudiums bietet sich aber eine flexible Ausnutzung der Modularisierung an.

Die gleichzeitige Immatrikulation in zwei Studiengängen (Doppelstudium) ist zwar grundsätzlich nicht ausgeschlossen, die/der Studierende bürdet sich hier allerdings die Pflichten aus beiden Studiengängen auf. Insbesondere gelten im Physikstudium die Regeln der Grundlagen- und Orientierungsprüfung.

Daher ist es meist sinnvoller auszunutzen, dass ordentlich immatrikulierte Studierende an der TUM grundsätzlich an allen Modulen der TUM teilnehmen können. Sie immatrikulieren sich daher zunächst nur in einem der beiden Studiengänge und belegen alle Module für dieses Studium und nutzen freie Kapazitäten, um auch Module aus dem zweiten Studium zu belegen. Erst, wenn das erste Studium (nahezu) abgeschlossen ist und Sie den zweiten Abschluss weiterhin anstreben, immatrikulieren Sie sich auch in diesem Studiengang. Die bereits abgelegten Leistungen können anerkannt werden. Dadurch erreichen Sie das gleiche wie beim echten Doppelstudium, können sich Ihre Zeit aber besser selbst einteilen und gehen nicht das Risiko ein, wegen der Doppelbelastung in einem der beiden Studiengänge schlechte Leistungen zu erbringen oder gar zu scheitern.

Zu Fragen der gegenseitigen Anerkennung von in beiden Studiengängen enthaltenen, gleichen oder äquivalenten Modulen wenden Sie sich bitte jeweils an die Fachstudienberatung – am besten besprechen Sie Ihr Vorhaben frühzeitig sowohl mit uns als auch mit den Kolleg(inn)en aus der Mathematik.

 

"Mathematik Sonderweg" - Anerkennungsregelung


Alternativ zur Mathematik für Physiker 1-4 können Physikstudierende die Mathematikausbildung des Bachelorstudienganges Mathematik durchlaufen. Dies kann insbesondere dann in Erwägung gezogen werden, wenn man ein Mathematik Zweitstudium ins Auge fasst. In diesem Fall gilt folgende Anerkennungsregelung:

Erstes Studienjahr (MfP1-3 / GOP)

Formal gehen wir von einer Prüfungsteilnahme  im Rahmen der GOP bei der Physik aus. Sie bleiben den "Mathe für Physiker (MfP)" Prüfungen aber fern und absolvieren die Klausuren zu LA1, AN1 und AN2 der Mathematik. Anschließend  legen Sie dem Prüfungsschriftführer Physik (Dr. Dressler) so früh wie möglich die alternative(n) Note(n) vor, die dieser als Äquivalent  in das Prüfungsverwaltungssystem TUMonline überträgt (Anerkennung). Wenn keine positive Note erzielt werden konnte, greifen die Konsequenzen der GOP entsprechend. Bei expliziter Teilnahme an einer MfP-Prüfung kann das Ergebnis nicht durch eine alternative Mathematikprüfung ersetzt werden.

Zweites Studienjahr (MfP4)

Die in unserem Curriculum im dritten Semester vorgesehene Prüfung MfP4 (AN3) kann ersetzt werden durch die im WS stattfindenden Vorlesungen

  • MA2003 Maß- und Integrationstheorie (2V+1Ü)
  • MA2004 Vektoranalysis (2V+1Ü)

der Mathematik. Die MfP4 Fachnote ergibt sich durch Mittelung und ggf. Rundung zur besseren TUM Note. Der Mathematik Grundkurs des Bachelorstudiengangs Physik ist damit formal abgeschlossen. Nicht nur hinsichtlich des Doppelstudiums sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass man zur Komplettierung des traditionellen Analysis-Kurses auch noch im 4. Semester aktiv sein muss bzw. weitere Vorlesungen bzw. Prüfungen zu absolvieren sind:

  • MA2005 Gewöhnliche Differentialgleichungen (2V+1Ü)
  • MA2006 Funktionentheorie (2V+1Ü)

Plant man den „ Mathe-Sonderweg“ einzuschlagen, sollte dies unbedingt im Vorfeld mit dem Prüfungsschriftführer abgesprochen werden.