Die kurze Geschichte des Universums beim 34. Edgar-Lüscher-Seminar

Die kurze Geschichte des Universums beim 34. Edgar-Lüscher-Seminar

Studienberatung zu Physik, Chemie und Auslandsstudium mit Prof. Dr. Winfried Petry und Carolin Kölbl (stehend).

Mit einem Festakt begann diesmal das Edgar-Lüscher-Seminar in Zwiesel, das bereits zum 34. Mal von Prof. Dr. Winfried Petry und Prof. Dr. Walter Schirmacher vom Lehrstuhl E13 des Physik-Departments in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Zwiesel veranstaltet wird: Gleichzeitig mit dem Auftakt der Lehrerfortbildung wurde das TUM-Schulcluster Bayerischer Wald gegründet. Sieben Gymnasien aus den Landkreisen Regen, Cham und Freyung-Grafenau arbeiten künftig eng mit der TUM zusammen. Die ersten 100 Schüler profitierten bereits von der neuen Partnerschaft: Sie genossen Studienberatung der TUM in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie, Informatik sowie zum Thema „Studienbeginn 2011“.

Die Schüler standen bei der Gründung des TUM-Schulclusters im Mittelpunkt. Für sie gab es zum Auftakt die Vorlesung "Naturwissenschaften zum Anfassen".

120 Lehrer aus den Naturwissenschaften waren zu der Fortbildungsveranstaltung Edgar-Lüscher-Seminar in den Bayerischen Wald gekommen. Und auch rund 20 Schüler lauschten den Vorträgen, die vom TUM-Exellenzcluster Universe organisiert worden waren. In acht Vorträgen ging es um die „Astro- und Teilchenphysik“. Zuvor sprach Prof. Manfred Prenzel, Gründungsdekan der neuen Fakultät TUM School of Education über „Perspektiven der Lehrerbildung und Lehrerfortbildung“. Der Leiter der PISA-Studie in Deutschland zeigte den Lehrern klar die Defizite im Bildungswesen auf, bot aber auch Lösungen an. In Deutschland werde in Prüfungen nur das kurzfristige, prüfungsbezogene Lernen abgefragt, während andere Länder auf langfristiges, nachhaltiges Lernen setzen.

Prof. Dr. Walter Schirmacher wurde vom Gymnasium Zwiesel für 20 Jahre wissenschaftliche Organisation des Lüscher-Seminars mit einem auf ihn gedichteten Jodler geehrt.

In die Thematik des Lüscher-Seminars führte dann Prof. Dr. Stephan Paul, Sprecher des Exzellenzclusters Universe, mit der „Kurzen Geschichte des Universums“ ein. In den ersten wenigen Sekunden entstanden bereits die entscheidenden Teilchen, die auch heute noch die bekannte Materie ausmachen.

Am Samstag und Sonntag ging es dann mit Vorträgen über die „Geisterteilchen“ Neutrinos, die Dunkle Materie und Schwarze Löcher weiter. Nach jedem Vortrag gab es Gelegenheit zu Fragen, und auch an den beiden Abenden nutzten die Lehrer die Nähe zu den Dozenten, um mehr über aktuelle Forschung an der Universität zu erfahren. Umgekehrt genossen es die Universitätsprofessoren, die Lehrer für das Thema „Entstehung des Universums“ begeistern zu können. Bis Sonntagmittag hörten die Lehrer und interessierte Schüler noch Vorträge zur Sternentstehung, Strings und Antimaterie.

Kondensierte Materie

Wenn Atome sich zusammen tun, wird es interessant: Grundlagenforschung an Festkörperelementen, Nanostrukturen und neuen Materialien mit überraschenden Eigenschaften treffen auf innovative Anwendungen.

Kern-, Teilchen-, Astrophysik

Ziel der Forschung ist das Verständnis unserer Welt auf subatomarem Niveau, von den Atomkernen im Zentrum der Atome bis hin zu den elementarsten Bausteinen unserer Welt.

Biophysik

Biologische Systeme, vom Protein bis hin zu lebenden Zellen und deren Verbänden, gehorchen physikalischen Prinzipien. Unser Forschungsbereich Biophysik ist deutschlandweit einer der größten Zusammenschlüsse in diesem Bereich.