Professor Herbert Spohn erhält Henri-Poincaré-Preis 2015

2015-09-10 – Nachrichten aus dem Physik-Department

Professor Herbert Spohn, emeritierter Ordinarius für mathematische Physik, hat beim 18. International Congress of Mathematical Physics (ICMP) in Santiago de Chile zusammen mit Alexei Borodin (MIT) und Tom Spencer (IAS) den Henri-Poincaré-Preis 2015 erhalten.

Prof. Herbert Spohn
Prof. Herbert Spohn

Die Laudatio hielt Fields-Medaillist Martin Hairer. Die Würdigung für Prof. Spohn lautet:

„Für seine grundlegenden Beiträge zur Theorie vom Übergang zwischen mikroskopischer und makroskopischer Physik, insbesondere die Herleitung des kinetischen und diffusiven Verhaltens von klassischen und Quantensystemen und seine Arbeiten zum Fluktuationsverhalten beim Wachstum von Oberflächen.“

Herbert Spohn ist Emeritus of Excellence der Fakultät für Mathematik und Zweitmitglied im Physik-Department.

Der Henri-Poincaré-Preis zählt zu den renommiertesten Preisen in mathematischer Physik und ist von der Daniel Iagolnitzer Foundation gestiftet. Der Preis ist mit 12000 EUR und einer eigens geschaffenen Statuette des Marburger Bildhauers Reinhard Fescharek dotiert. Er wird alle drei Jahre an jeweils drei mathematische Physiker bzw. Mathematiker verliehen.

Redaktion
Richard Wolf / Prof. Dr. Folkmar Bornemann (Mathematik), Dr. Johannes Wiedersich (Physik)

Kontakt

Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Spohn
Zentrum Mathematik, M5
Technische Universität München
Boltzmannstrasse 3
85748 Garching
Tel.: +49 89 289-17010 (Sekr.)
E-Mail: spohn@tum.de

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