Willi Auwärter erhält Heisenberg-Professur für Molekulare Nanowissenschaft an Grenzflächen

2015-04-23 – Nachrichten aus dem Physik-Department

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zeichnet Willi Auwärter vom Physik-Department mit einer ihrer renommierten Heisenberg-Professuren aus. Ziel des Heisenberg-Programms ist die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern, die sich durch besonders herausragende wissenschaftliche Leistungen auszeichnen. Das Programm will zugleich Fortschritte in der Forschung bewirken und ein ausgewähltes Nachwuchspotential für die Wissenschaft erreichen.

alt
Prof. Wilhelm Auwärter (Photo: Heddergott/TUM)

Forschung

Professor Willi Auwärter (geb. 1973) konzentriert seine Forschung auf die Herstellung von nanoskaligen Modellsystemen, die sowohl eine Kontrolle über Einzel-Molekül-Prozesse wie auch die Selbst­organisation von supramolekularen Strukturen erlauben. Hierbei werden unter anderem atomar dünne Bornitrid-Schichten als Substrate verwendet. Die Arbeit ist durch die Vielfalt an chemischen Prozessen inspiriert, die einfache molekulare Bausteine in der Biologie erfüllen können und zielt auf Innovationen in der Nanotechnologie. Das jetzt erfolgreiche DFG-Projekt zur Heisenberg-Professur zielt auf die Funktionalität von Einzelmolekülen und Nano-Architekturen auf strukturierten Substraten.

Kurzbiographie

Willi Auwärter absolvierte Studium (1999) und Promotion (2003) an der Universität Zürich. Danach folgten Aufenthalte als Postdoc an der University of British Columbia (UBC) und der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL). Seit 2007 forscht er an der TUM, bis zuletzt in der Arbeitsgruppe von Prof. Barth.

Auszeichnungen

  • Heisenberg-Professur der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft), (2015)
  • Gaede-Preis, Deutsche Vakuumgesellschaft (2015)
  • ERC Consolidator Grant, EU (2013)
  • Carl von Linde Junior Fellowship, TUM-IAS (2010)
  • Fellowship for Prospective Researchers, Swiss National Science Foundation (2004)

Schlüsselpublikationen

Hexagonal boronnitride on Cu(111): An electronically corrugated monolayer
Joshi S, Ecija D, Koitz R, Iannuzzi M, Seitsonen AP, Hutter J, Sachdev H, Vijarayaraghavan S, Bischoff F, Seufert K, Barth JV, Auwärter W
A surface-anchored molecular four-level conductance switch based on single proton transfer
Auwärter W, Seufert K, Bischoff F, Ecija D, Vijarayaraghavan S, Joshi S, Klappenberger F, Samudrala N, Barth JV
Cis-dicarbonyl binding at cobalt and iron porphyrins with saddle-shape conformation
Seufert K, Bocquet ML, Auwärter W, Weber-Bargioni A, Reichert J, Lorente N, Barth JV
Controlled metalation of self-assembled porphyrin nanoarrays in two dimensions
Auwärter W, Weber-Bargioni A, Brink S, Riemann A, Schiffrin A, Ruben M, Barth JV
Boron Nitride Nanomesh
Corso M, Auwärter W, Muntwiler M, Tamai A, Greber T, Osterwalder J

Kontakt

Prof. Dr. Willi Auwärter
Technische Universität München
James-Franck-Str. 1
85748 Garching
Tel.: +49 89 289-12399
E-Mail: wau@tum.de
Redaktion
Dr. Johannes Wiedersich

Kondensierte Materie

Wenn Atome sich zusammen tun, wird es interessant: Grundlagenforschung an Festkörperelementen, Nanostrukturen und neuen Materialien mit überraschenden Eigenschaften treffen auf innovative Anwendungen.

Kern-, Teilchen-, Astrophysik

Ziel der Forschung ist das Verständnis unserer Welt auf subatomarem Niveau, von den Atomkernen im Zentrum der Atome bis hin zu den elementarsten Bausteinen unserer Welt.

Biophysik

Biologische Systeme, vom Protein bis hin zu lebenden Zellen und deren Verbänden, gehorchen physikalischen Prinzipien. Unser Forschungsbereich Biophysik ist deutschlandweit einer der größten Zusammenschlüsse in diesem Bereich.