Molekulare Onkologie
Molecular Oncology

Modul WZ2635

Dieses Modul wird durch Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt bereitgestellt.

Diese Modulbeschreibung enthält neben den eigentlichen Beschreibungen der Inhalte, Lernergebnisse, Lehr- und Lernmethoden und Prüfungsformen auch Verweise auf die aktuellen Lehrveranstaltungen und Termine für die Modulprüfung in den jeweiligen Abschnitten.

Basisdaten

WZ2635 ist ein Semestermodul in Deutsch oder Englisch auf Master-Niveau das in jedem Semester angeboten wird.

Die Gültigkeit des Moduls ist bis WS 2015/6.

GesamtaufwandPräsenzveranstaltungenUmfang (ECTS)
150 h 30 h 5 CP

Inhalte, Lernergebnisse und Voraussetzungen

Inhalt

Merkmale der Tumorprogression (Problematik d. modernen Tumorforschung, Begriffsbestimmungen, Bedeutung des Tumor-Microenvironments, Hallmarks of Cancer, Eigenschaften transformierter Zellen im Experiment); Ursachen der Tumorentstehung (Stammzellen und Tumorbildung, wnt/ hedgehog Self-renewal, Mutationen, Reparatur, zelluläre Antwort auf Mutagene); Onkogene (Experimente von Rous, Rubin, Temin, Weinberg, Definitionen, Funktionsklassen von Onkogenen and Beispielen); Tumorsuppressorgene (Definitionen, Knudson two hit hypothesis, PTEN, Kontrollpunktze des Zellzyklus, pRB, p53, MDM2, Apoptose); Epigenetik (Definitionen, Histonmodifikationen, DNA Methylierung, pRb, CpG Islands, Beispiele, Experimente von Mary Hendrix); Umwelt der Zelle (Komponenten eines Tumors, Tumorstroma als therapeutisches target, Exrazelluläre Matrix: Komponenten und bedeutung, Interaktionen Zelle/ECM, Zell-Zell Kontakte); Mechanismen der Metastasierungskaskade (Schritte der Kaskade, Angiogenese, angiogenic switch, Invasion, Wundheilung und Krebs, tumorassoziierte Macrophagen, epithelial-mesenchymal transition, seed and soil Hypothese, Rolle von Proteasen, Metastatische Nische; Markergene; Metastasierungsmodelle in der Maus); Proteasen/Proteolytisches Netzwerk (Physiologische und pathophysiologische Funktionen von Proteasen und Proteaseinhibitoren, Regulation von Proteasen, Spaltungsmechanismen, das proteolytische Gleichgewicht, Proteasenfamilien, Proteasen als prognostische Marker, Entwicklung von synthetischen Proteaseinhibitoren, klinische Prüfungen, Optimierung synthetischer Proteaseinhibitoren, das Cancerdegradome); Spezifische Methodik der Molekularen Onkologie (in vivo Modelle, biochemische/molekulare Nachweismethoden von Proteasen und Proteaseinhibitoren, Zymographie, knock-out Systeme, siRNA, shRNAi, virale Vektorsysteme, in vitro Migrations- und Invasionsmodelle); Vertiefung der genannten Gebiete (Diskussion von aktuellen Publikationen aus relevanten Fachzeitschriften, Erarbeitung eines vertieften Verständnisses der gelernten Mechanismen)

Lernergebnisse

Die Studierenden erwerben in der Vorlesung Molekulare Onkologie 1 einen Überblick über molekulare Mechanismen der Tumorprogression, d.h. von der Tumorentstehung bis zur Metastasierung. Die komplexen intrazellulären und extrazellulären Regelkreise sollen in ihrer Bedeutung für die Interaktionen zwischen Tumor und gesundem Gewebe verstanden werden. Anhand von experimentellen Beispielen aus der Wissenschaftsgeschichte sowie aktuellen Publikationen wird auch der Vorgang des Erkenntnisgewinns transparent gemacht, um den Studierenden ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie sie selbst in diesem Forschungsfeld tätig werden könnten. Mit dem in diesem Modul vermittelten Wissen soll es den Studierenden möglich sein, relevante aktuelle Publikationen auf dem Gebiet der molekularen Tumorforschung zu verstehen und zu bewerten.

Voraussetzungen

Die während des Bachelorstudiums erworbenen Grundkenntnisse der Biochemie, Molekularbiologie und Genetik sind Grundlage für das Verständnis der Vorlesungen. Der Besuch anderer Module wird nicht vorausgesetzt.

Lehrveranstaltungen, Lern- und Lehrmethoden und Literaturhinweise

Lehrveranstaltungen und Termine

ArtSWSTitelDozent(en)Termine
VO 2 Molekulare Onkologie I Mittwoch, 08:15–09:45
SE 2 Molekulare Onkologie I Hausarbeit

Lern- und Lehrmethoden

Veranstaltungsform/Lehrtechnik: Vorlesung, Lehrmethode: Vortrag mit Entwicklung von Tafelbildern, relativ sparsamer Einsatz von Powerpointfolien; Lernaktivitäten: Studium von Vorlesungsmaterial, -mitschrift und Literatur

Medienformen

Entwicklung der Themen an Hand von Tafelbildern unter Zuhilfenahme von Powerpointdarstellungen, Skript der Powerpoint-Slides wird über tumonline zugeschickt)

Literatur

Es ist kein Lehrbuch verfügbar, das alle Inhalte dieses Moduls abdeckt. Als Ergänzung wird empfohlen: Cell and Molecular Biology. G. Karp. Wiley Verlag, 4. Auflage, ISBN: 0-471-65665-8. The Biology of Cancer. R. A. Weinberg. Garland Science, 1. Auflage, ISBN: 0-8153-4076-1.

Modulprüfung

Beschreibung der Prüfungs- und Studienleistungen

Dieses Modul setzt sich aus der regelmäßigen Teilnahme an der Vorlesung "Molekulare Onkologie 1" (3 ECTS) und einer Hausarbeit (2 ECTS) zu einer spezifischen vertiefenden Fragestellung (Bearbeitung eines Abstracts aus einer Originalpublikation zum Thema Molekulare Onkologie) zusammen. Die regelmäßige Teilnahme an der Vorlesung "Molekulare Onkologie 1" wird kontrolliert und ist Voraussetzung für die Zulassung zur Klausur. Die Klausur (90 min, freie Fragen, benotet) dient der Überprüfung der in den Vorlesungen erworbenen theoretischen Kompetenzen. Bei den Prüfungen dürfen keine Hilfsmittel eingesetzt werden. Die Prüfungsfragen umfassen den gesamten Vorlesungsstoff und beinhalten Reproduktion (zentrale Fragestellungen wiedererkennen und ein Spektrum von Arbeitstechniken abrufen zu können), Assoziation (problemorientiert Lösungsansätze nachvollziehen und selber zu entwickeln) und Transfer (erlernte Regulationsmechanismen bzw. Forschungsansätze auf neue verwandte oder auch in anderen Forschungsbereichen (Physiologie, andere Pathophysiologien) anzuwenden und das erworbene Wissen auf vertiefte Fragestellungen anzuwenden).So soll eine besonders berufs(wissenschafts)orientierte Ausrichtung gefördert werden (Lesen und Verstehen eines wissenschaftlichen Abstracts aus einer Originalpublikation). Die Vorlesung kann im WS oder SS besucht werden. Die Klausur kann bei Nichtbestehen einmal im darauffolgenden Semester wiederholt werden. Zudem werden ca. Mitte des Semesters Abstracts aus wiss. Publikationen verteilt, zu denen spezifische Fragen gestellt werden, die schriftlich in einer Hausarbeit bearbeitet werden müssen. Die Hausarbeiten müssen zum Klausurtermin abgegeben werden. Die Gesamtnote des Moduls setzt sich aus der Klausurnote (90%) und der Note für die Hausarbeit (10%) zusammen. Beide Leistungen müssen mit mindestens 4,0 abgeschlossen werden, um die erfolgreiche Modulteilnahme zu belegen.

Wiederholbarkeit

Eine Wiederholungsmöglichkeit wird im Folgesemester angeboten.

Kondensierte Materie

Wenn Atome sich zusammen tun, wird es interessant: Grundlagenforschung an Festkörperelementen, Nanostrukturen und neuen Materialien mit überraschenden Eigenschaften treffen auf innovative Anwendungen.

Kern-, Teilchen-, Astrophysik

Ziel der Forschung ist das Verständnis unserer Welt auf subatomarem Niveau, von den Atomkernen im Zentrum der Atome bis hin zu den elementarsten Bausteinen unserer Welt.

Biophysik

Biologische Systeme, vom Protein bis hin zu lebenden Zellen und deren Verbänden, gehorchen physikalischen Prinzipien. Unser Forschungsbereich Biophysik ist deutschlandweit einer der größten Zusammenschlüsse in diesem Bereich.