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Molekulare Zellbiologie der Tumorentstehung
Molecular Cell Biology of Tumorigenesis

Modul WZ2427 [MolZellbioTum]

Dieses Modul wird durch Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt bereitgestellt.

Diese Modulbeschreibung enthält neben den eigentlichen Beschreibungen der Inhalte, Lernergebnisse, Lehr- und Lernmethoden und Prüfungsformen auch Verweise auf die aktuellen Lehrveranstaltungen und Termine für die Modulprüfung in den jeweiligen Abschnitten.

Modulversion vom WS 2011/2 (aktuell)

Von dieser Modulbeschreibung gibt es historische Versionen. Eine Modulbeschreibung ist immer so lange gültig, bis sie von einer neuen abgelöst wird.

verfügbare Modulversionen
WS 2011/2SS 2011

Basisdaten

WZ2427 ist ein Jahresmodul in Deutsch auf Master-Niveau das in jedem Semester angeboten wird.

Das Modul ist Bestandteil der folgenden Kataloge in den Studienangeboten der Physik.

  • Fokussierungsrichtung Biosensorik im M.Sc. Biomedical Engineering and Medical Physics
GesamtaufwandPräsenzveranstaltungenUmfang (ECTS)
180 h 75 h 6 CP

Inhalte, Lernergebnisse und Voraussetzungen

Inhalt

Die Entstehung und Progression von Tumoren wird auf molekulargenetischer und zellbiologischer Basis vermittelt. Dabei werden auch allgemeine Grundlagen der molekularen Zellbiologie vermittelt.
Lehrinhalte (Teil 1, WS):
" Tumorviren
" Onkogene, Tumorsuppressorgene und Tumor-Modulatoren
" Signaltransduktion und Wachstumsfaktoren
" Zytoskelett, Zelladhäsion und Zellmigration
" Zellzyklus und Zellteilung
" Telomerstruktur und chromosomale Instabilität
" Apoptose und Nekrose
" Angiogenese
" Adulte Stammzellen und "Tumorstammzellen"
Lehrinhalte (Teil 2, SS):
" Embryonalentwicklung der Maus, embryonale Stammzellen, Knock-out und Knock-In Technik
" Mausmodelle in der biomedizinischen Forschung: Xenotransplantat-Modelle, Transgenese bei Mäusen
" Gewebespezifische und induzierbare Modelle: Cre/LoxP
" Bildgebende Verfahren in der Tumorforschung (Multiphotonen-Mikroskopie, MRI, PET/CT)
" Tumor-Stroma Interaktionen
" Grundlagen der Tumorimmunologie
" Grundlagen der "rationalen Therapie"

Lernergebnisse

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Moduls verfügen die Studierenden über grundlegende zellbiologische und molekularbiologische Kenntnisse der Tumorbiologie. Sie sind in der Lage sich im Spannungsfeld der biomedizinischen Krebsforschung zwischen klinischer Anwendung und naturwissenschaftlicher Grundlagenkenntnis sicher zu bewegen und selbständig aktuelle englischsprachige Literatur aus diesem Bereich auswerten zu können.

Voraussetzungen

Keine

Lehrveranstaltungen, Lern- und Lehrmethoden und Literaturhinweise

Lehrveranstaltungen und Termine

Lern- und Lehrmethoden

Veranstaltungsform: Vorlesung Teil 1 und 2
Lehrmethode: Vortrag; Lernaktivität: Literaturstudium
Veranstaltungsform: Übung; Lehrmethode: moderierte Diskussion
Lernaktivität: Referat, schriftliches Handout zum Referat, Hausaufgaben im Rahmen der Übung. Fakultativ kann zusätzlich ein Forschungspraktikum (mind. 4 Wochen je 40h) aus dem Bereich der Tumorbiologie abgeleistet werden.
Weiterhin werden im Rahmen der „Übung“ Hausaufgaben gestellt, die dem vertieften Verständnis der Inhalte der Vorlesung dienen, beispielsweise zu den genetischen Grundlagen der Transgenese bei vorklinischen Tiermodellen (unbenotet).

Medienformen

Präsentationen mittels Powerpoint,
Skript (Downloadmöglichkeit für Vorlesungsmaterial auf TUMonline)

Literatur

Es ist kein Lehrbuch verfügbar, das alle Inhalte dieses Moduls abdeckt. Als Grundlage oder zur Ergänzung wird empfohlen: 1) Biology of Cancer, Robert Weinberg, Garland Science 2006; ISBN: 0815340761
2) Lehrbuch der Molekularen Zellbiologie, Alberts et al., Wiley VCH, 2007. ISBN: 3527311602
3) The Mouse in biomedical research. James G. Fox (Ed.). Academic Press, 2007. ISBN: 9780123694546
4) Mouse Models of Human Cancer. Eric C. Holland (Editor), Wiley-VCH, 2004. ISBN: 978-0-471-44460-2

Modulprüfung

Beschreibung der Prüfungs- und Studienleistungen

Eine Klausur (60 min, schriftlich) dient der
Überprüfung der erlernten theoretischen Grundlagen aus dem Bereich der Tumorbiologie. Die Studierenden zeigen in der Klausur, ob sie in der Lage sind, das erlernte Wissen aus unterschiedlichen Teilbereichen wie Onkologie, Zellbiologie, Molekulargenetik, Biochemie, Immunologie und Pathologie zu strukturieren und die wesentlichen Aspekte darzustellen. Sie sollen die erarbeiteten Informationen beschreiben, interpretieren, sinnvoll kombinieren und auf ähnliche Sachverhalte als Transferleistung selbständig übertragen können.

Ein Vortrag über einen ausgewählten, aktuellen wissenschaftlichen Fachartikel aus dem Bereich der Tumorbiologie wird von den Studierenden in Gruppenarbeit vorbereitet. Dies soll die Kompetenz zur selbständigen und kritischen Interpretation aktueller Forschungsarbeiten aus der Fachliteratur unter Beweis stellen.
Benotet wird hier ein schriftliches „Handout“ (ca. eine Seite je Fachartikel) sowie ein mündlicher Vortrag, der von allen Studierenden abzuleisten ist. Als Kernkompetenz soll hier die knappe, jedoch verständliche Darstellung komplexer wissenschaftlicher Sachverhalte geprüft werden, daneben die Einübung einer kritischen mündlichen Diskussion mit den anderen Studierenden, die zum Vortrag Verständnisfragen stellen.

Die Klausurnote bildet zusammen mit der Note für den Vortrag die Gesamtnote des Moduls (Gewichtung der Teilnote für die Klausur, zur Teilnote für den Vortrag: zwei zu eins). Beide Teilleistungen sind erforderlich, um die verschiedenen Aspekte der selbständigen wissenschaftlichen Arbeit auf dem Gebiet der Tumorzellbiologie abzubilden.

Wiederholbarkeit

Eine Wiederholungsmöglichkeit wird im Folgesemester angeboten.

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