Experimentalphysik 4
Experimental Physics 4

Modul PH0004 [ExPh 4]

Diese Modulbeschreibung enthält neben den eigentlichen Beschreibungen der Inhalte, Lernergebnisse, Lehr- und Lernmethoden und Prüfungsformen auch Verweise auf die aktuellen Lehrveranstaltungen und Termine für die Modulprüfung in den jeweiligen Abschnitten.

Basisdaten

PH0004 ist ein Semestermodul in Deutsch auf Bachelor-Niveau das im Sommersemester angeboten wird.

Das Modul ist Bestandteil der folgenden Kataloge in den Studienangeboten der Physik.

  • Pflichtmodule im Bachelorstudiengang Physik (4. Fachsemester)
  • Module der Physik für Lehramtsstudierende

Soweit nicht beim Export in einen fachfremden Studiengang ein anderer studentischer Arbeitsaufwand ("Workload") festgelegt wurde, ist der Umfang der folgenden Tabelle zu entnehmen.

GesamtaufwandPräsenzveranstaltungenUmfang (ECTS)
240 h 90 h 8 CP

Inhaltlich verantwortlich für das Modul PH0004 ist Stefan Schönert.

Inhalte, Lernergebnisse und Voraussetzungen

Inhalt

1. Wellenpakete
1.1 Die Heisenbergschen Unschärfebeziehungen
1.2 Konsequenzen aus der Unschärfebeziehung für gebundene Zustände
2. Das Bohrsche Modell des Wasserstoffatoms
2.1 Der Franck-Hertz-Versuch
2.2 Grenzen des Bohrschen Atommodells
3. Das mathematische Gerüst der Quantenmechanik
3.1 Die Schrödingergleichung
3.2 Operatoren und Messwerte
3.3 Weitere Bestimmungsgleichungen für die Wellenfunktionen
3.4 Vertauschungsrelationen
4. Das Wasserstoffatom
4.1 Drehimpuls-Eigenfunktionen
4.2 Der Radialteil beim Zentralpotential
5. Spektren der Alkaliatome
6. Bahn- und Spinmagnetismus - Die Feinstruktur
6.1 Bahnmagnetismus
6.2 Spinmagnetismus
6.3 Der Stern-Gerlach Versuch
6.4 Spin-Bahnkopplung und die Feinstruktur
6.5 Die Lamb-Verschiebung - relativistische Effekte
7. Atome im Magnetfeld
7.1 ESR
7.2 Der Zeeman Effekt
7.3 Der Paschen-Back Effekt
7.4 Die Hyperfeinstruktur
7.5 Das gesamte Termschema des Wasserstoffatoms
7.6 NMR
8. Fermionen und Bosonen
9. Mehrelektronenatome
9.1 Zusammensetzung der Drehimpulse
9.1.1 L-S Kopplung
9.1.2 J-J Kopplung
9.2 Magnetische Momente
10. Das Periodensystem der Elemente
10.1 Grundzustände
10.1.1 Atomterme - die Hundschen Regeln
11. Einführung in optische Auswahlregeln
11.1 Multipolstrahlung
11.2 Atome im statischen elektrischen Feld
11.2.1 Der quadratische Starkeffekt
11.2.2 Der lineare Starkeffekt
12. Linienbreite und Linienform
13. Die chemische Bindung - Moleküle
13.1 Das Wasserstoffmolekülion H2+
13.2 Das neutrale Wasserstoffmolekül
13.3 Molekülanregungen
13.3.1 Elektronische-, Schwingungs- und Rotationsanregungen
13.3.2 Kombinierte Anregungen: Das Franck-Condonprinzip

Wärmelehre/Thermodynamik:
1. Einführung
2. Die Temperatur
3. Spezifische Wärme
4. Wärmetransport
5. Zustandsänderungen/Thermodynamische Prozesse
6. Der 2. Hauptsatz der Thermodynamik
7. Phasenübergänge
8. Thermodynamik von Lösungen
8.1 Maxwell-Boltzmann Statistik
8.2 Photonen-Statistik
8.3 Fermi-Dirac
8.4 Bose-Einstein

9. Der 3. Hauptsatz der Thermodynamik

Lernergebnisse

Nach der erfolgreichen Teilnahme an dem Modul sind die Studierenden in der Lage, die Gesetze der Atomphysik und deren Anwendung zur Lösung von Problemstellungen zu kennen. Die Studierenden sind in der Lage, Methoden und weitergehende Konzepte der Quantenphysik zu verstehen und auch anzuwenden sowie die Grenzen der nichtrelativistischen Quantenphysik zu kennen. Die Studierenden sind in der Lage, die Gesetzmäßigkeiten optischer Übergänge und die große Bedeutung von Symmetrien wie z.B. der Paritätstransformation zu verstehen. Nach der erfolgreichen Teilnahme an dem Modul sind die Studierenden darüberhinaus in der Lage, die Konzepte zur quantenmechanischen Beschreibung von Grundzuständen und Anregungen in der Molekülphysik zu kennen und diese für Problemstellungen bei zweiatomigen Molekülen anwenden. 

Die Studierenden sollen die Grundbegriffe der Thermodynamik zu kennen und den physikalischen Hintergrund von spezifischer Wärme und Wärmetransport zu verstehen. Sie können thermodynamische Prozesse zu beschreiben und kennen die Hauptsätze der Thermodynamik und deren Anwendung. Sie kennen die Physik der Phasenübergänge und die Thermodynamik von Lösungen.

Voraussetzungen

PH0001, PH0002, PH0003, MA9201, MA9202, MA9203, MA9204

für Studierende des Bachelorstudiengangs Naturwissenschaftliche Bildung Mathematik / Physik: PH0001, PH0002, PH0003, MA1003, MA1004, MA1103, MA1104

Lehrveranstaltungen, Lern- und Lehrmethoden und Literaturhinweise

Lehrveranstaltungen und Termine

ArtSWSTitelDozent(en)Termine
VU 6 Experimentalphysik 4 Fierlinger, P.
Mitwirkende: Rohr, C.
Dienstag, 08:00–10:00
Donnerstag, 14:15–16:00
sowie Termine in Gruppen
VO 2 Experimentalphysik 4 in englischer Sprache Finley, J. Dienstag, 14:00–16:00
sowie einzelne oder verschobene Termine
UE 2 Offenes Tutorium zu Experimentalphysik 4 Höffer von Loewenfeld, P. Rohr, C.
Leitung/Koordination: Fierlinger, P.
Montag, 10:00–12:00
sowie einzelne oder verschobene Termine

Lern- und Lehrmethoden

Vorlesung: Frontalunterricht mit Demonstrationsexperimenten

Offenens Tutorium: Offene Rechengruppe mit Tutorunterstützung

Übung: Arbeitsunterricht (Übungsaufgaben rechnen), Diskussionen und weitergehende Erläuterungen zum Vorlesungsstoff

Medienformen

Tafelanschrieb bzw. Präsentation,
Demonstrationsexperimente (Erklärungen zum Download),
Beispielvideos (z.T. zum Download),
Vorlesungsmitschrift zum Download,
Übungsaufgaben (Fallbeispiele) und Lösungen zum Download

Literatur

H. Haken, H.C. Wolf; Atom- und Quantenphysik, Springer Verlag, 8. Auflage
T. Mayer-Kuckuck; Atomphysik, Teubner Verlag
W. Demtröder; Atome, Molküle und Festkörper, Springer Verlag
Marmier; Kernphysik I
T. Mayer-Kuckuck; Kernphysik, Teubner Verlag

Modulprüfung

Beschreibung der Prüfungs- und Studienleistungen

Es findet eine schriftliche Klausur von 90 Minuten Dauer statt. Darin wird exemplarisch das Erreichen der im Abschnitt Lernergebnisse dargestellten Kompetenzen mindestens in der dort angegebenen Erkenntnisstufe durch Rechenaufgaben und Verständnisfragen überprüft.

Prüfungsaufgabe könnte beispielsweise sein:

  • Zeichnen Sie ein qualitiativ korrektes Energieschema von Wasserstoff mit und ohne Feinstruktur bis einschliesslich n = 2.
  • Berechnen und vergleichen Sie sie Absorptionsfrequenzen der drei Wasserstoff-Isotope Protium, Deuterium und Tritium der Lyman-α-Linie des Übergangs 1S → 2P.
  • Gas mit gegebenem Volumen wird von um eine Temperatur von 600 K erhöht. Berechnen Sie für diesen Prozess die verrichtete Arbeit W und die umgesetze Wärme Q.

Die Teilnahme am Übungsbetrieb wird dringend empfohlen, da die Übungsaufgaben auf die in der Modulprüfung abgefragten Problemstellungen vorbereiten und somit die spezifischen Kompetenzen eingeübt werden.

Auf die Note einer bestandenen Modulprüfung in der Prüfungsperiode direkt im Anschluss an die Vorlesung (nicht auf die Wiederholungsprüfung) wird ein Bonus (eine Zwischennotenstufe "0,3" besser) gewährt (4,3 wird nicht auf 4,0 aufgewertet), wenn die/der Studierende die Mid-Term-Leistung bestanden hat, diese besteht aus

  • dem bestehen der freiwilligen Zwischenklausur während des Semesters
  • sinnvollem Vorbereiten von mindestens 50% der Hausaufgaben zum Vorrechnen in der Übung

Wiederholbarkeit

Eine Wiederholungsmöglichkeit wird am Semesterende angeboten.

Aktuell zugeordnete Prüfungstermine

Derzeit sind in TUMonline die folgenden Prüfungstermine angelegt. Bitte beachten Sie neben den oben stehenden allgemeinen Hinweisen auch stets aktuelle Ankündigungen während der Lehrveranstaltungen.

Titel
ZeitOrtInfoAnmeldung
Prüfung zu Experimentalphysik 4
Mi, 11.10.2017, 11:00 bis 12:30 MW: 0001
bis 25.9.2017 (Abmeldung bis 4.10.2017)
Di, 8.8.2017, 8:00 bis 9:30 MW: 0001
MW: 1801
bis 30.6.2017 (Abmeldung bis 1.8.2017)

Kondensierte Materie

Wenn Atome sich zusammen tun, wird es interessant: Grundlagenforschung an Festkörperelementen, Nanostrukturen und neuen Materialien mit überraschenden Eigenschaften treffen auf innovative Anwendungen.

Kern-, Teilchen-, Astrophysik

Ziel der Forschung ist das Verständnis unserer Welt auf subatomarem Niveau, von den Atomkernen im Zentrum der Atome bis hin zu den elementarsten Bausteinen unserer Welt.

Biophysik

Biologische Systeme, vom Protein bis hin zu lebenden Zellen und deren Verbänden, gehorchen physikalischen Prinzipien. Unser Forschungsbereich Biophysik ist deutschlandweit einer der größten Zusammenschlüsse in diesem Bereich.