Technikgeschichte des Kalten Krieges
History of Technology of the Cold War

Modul ED0046

Dieses Modul wird durch Fakultät TUM School of Education bereitgestellt.

Diese Modulbeschreibung enthält neben den eigentlichen Beschreibungen der Inhalte, Lernergebnisse, Lehr- und Lernmethoden und Prüfungsformen auch Verweise auf die aktuellen Lehrveranstaltungen und Termine für die Modulprüfung in den jeweiligen Abschnitten.

Basisdaten

ED0046 ist ein Jahresmodul in Deutsch auf Bachelor-Niveau und Master-Niveau das in jedem Semester angeboten wird.

Das Modul ist Bestandteil der folgenden Kataloge in den Studienangeboten der Physik.

  • Allgemeiner Katalog für überfachliche Grundlagen
GesamtaufwandPräsenzveranstaltungenUmfang (ECTS)
90 h 30 h 3 CP

Inhalte, Lernergebnisse und Voraussetzungen

Inhalt

Die 45 Jahre seit dem Abwurf der Atombomben bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion sind als Epoche des kalten Krieges in die Geschichte eingegangen, deren prägendes Charakteristikum die konstante Konfrontation der beiden aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangenen Supermächte war. Sie fand allerdings nicht mehr auf den Schlachtfeldern, sondern in den Hörsälen, Laboratorien, Forschungs- und Versuchsanstalten und in den Fabrikhallen, aber auch in den Supermärkten statt. Auf Grund der Wettbewerbssituation flossen einerseits enorme Ressourcen in die Entwicklung der Rüstungstechnik. Andererseits beschleunigte sich in der Nachkriegszeit die Technisierung des Alltags beträchtlich. Auch sie wurde zum Gegenstand der Systemauseinandersetzung, wie die 1959 zwischen Nixon und Chrustschow in Moskau geführte Küchendebatte eindrucksvoll zeigt. Anhand einer vergleichenden Betrachtung von diesseits und jenseits des "Eisernen Vorhangs" parallel ablaufenden Innovationsprozessen soll untersucht werden, wie der jeweils spezifische politische und soziale Kontext mit dem technischen Wandel zusammengewirkt hat und ob aus der Wettbewerbssituation heraus spezifische Weichenstellungen für die Technikentwicklung erfolgt sind.

Lernergebnisse

TN sind in der Lage, die Koevolution von Technik und Gesellschaft unter den spezifischen Bedingungen des Kalten Krieges zu analysieren. Sie können erläutern, wie die Mobilisierung von menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren und Ressourcen für den Kalten Krieg die Organisation und den Verlauf der Wissenschafts- und Technikentwicklung verändert hat.

Voraussetzungen

keine

Lehrveranstaltungen, Lern- und Lehrmethoden und Literaturhinweise

Lern- und Lehrmethoden

Vermittlung der Vorlesung mit multimedialer Unterstützung, elektronischem Skript und Literaturhinweisen zur Vertiefung

Medienformen

Skripte/Reader, Power-Point, Literatur zur Lektüre

Literatur

Hobsbawm, Eric. Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts. München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1999; Roland, Alex. The Military-Industrial Complex. Edited by Pamela O. Long and Robert C. Post, Historical Perspectives on Technology, Society, and Culture. Washington DC: American Historical Association, 2001; Edwards, Paul N. The Closed World. Computers and the Politics of Discourse in Cold War America. Cambridge, Mass.: MIT Press, 1996; Josephson, Paul. Red Atom. Russias Nuclear Power Program from Stalin to Today. New York: Freeman, 2000; Junker, Detlef (Hg.), Die USA und Deutschland im Zeitalter Des Kalten Krieges 1945-1990. Ein Handbuch, Stuttgart, 2001; Oldenziel, Ruth and Zachmann, Karin (Hg.), Cold War Kitchen. Americanization, Technology, and European Users. MIT Press 2009

Modulprüfung

Beschreibung der Prüfungs- und Studienleistungen

Prüfungsdauer (in min.): 90. Besuch der Vorlesung im Umfang von 2 SWS (2 SWS = 1 CP); Lektüre von Texten (1 CP); Klausur (1 CP)

Wiederholbarkeit

Eine Wiederholungsmöglichkeit wird am Semesterende angeboten.

Kondensierte Materie

Wenn Atome sich zusammen tun, wird es interessant: Grundlagenforschung an Festkörperelementen, Nanostrukturen und neuen Materialien mit überraschenden Eigenschaften treffen auf innovative Anwendungen.

Kern-, Teilchen-, Astrophysik

Ziel der Forschung ist das Verständnis unserer Welt auf subatomarem Niveau, von den Atomkernen im Zentrum der Atome bis hin zu den elementarsten Bausteinen unserer Welt.

Biophysik

Biologische Systeme, vom Protein bis hin zu lebenden Zellen und deren Verbänden, gehorchen physikalischen Prinzipien. Unser Forschungsbereich Biophysik ist deutschlandweit einer der größten Zusammenschlüsse in diesem Bereich.